Der Markt regelt das

 

Es winken ein Auto, ein Haus und Ansehen.

Wenn du in deine Bildung investierst, wenn du dich gut ver-kaufst, es willst und dich anstrengst, wirst du es schaffen. Und wenn du es mehr willst als alle Anderen, viel investierst, dich richtig gut verkaufst, winken Autos, Häuser und Ruhm. Die Teilnahme ist obligatorisch und der Umkehrschluss ist gewünscht.

 

Was einmal als Aufschwung für alle gedacht war, hat sich gewandelt in einen Kampf des Einzelnen gegen den Rest. Das es heute jeder schaffen kann, daran glaubt niemand mehr. In Gedenken an Hayek, Friedman und Co. halten die wirtschaftlichen Ansätze des Neoliberalismus Einzug in unser Privat-leben. Dereguliert werden nicht nur Märkte für Waren und Güter sondern Existenzgrundlagen wie Beschäftigungsverhältnisse oder Prinzipien der sozialen Sicherung.

 

Der Wettbewerb scheint alternativlos und unsere Gesellschaft durchsetzt von ihm.

Die einen instrumentalisieren die Hoffnungs- und Orientierungslosigkeit, und erzählen die Geschichte, dass früher alles besser war und man dorthin wieder zurück müsse. Zurück zu einer Zeit, als noch alle Arbeit hatten, Migranten noch Gastarbeiter waren, der Mann als Familienoberhaupt das Geld verdiente.

 

Die Anderen sind gelähmt durch die erwartete Dystopie. Der Rassismus nimmt zu, die Rohstoffe gehen aus und der Klimawandel ist unausweichlich. Sowohl die globale wie auch die nationale Ungleichheit erreicht ungeahnte Ausmaße.

impressum

instagram